PRO BAHN - Ihr Fahrgastverband

Aktuell

 21.04.2016 Bauarbeiten an der ICE-Strecke Hannover - Kassel
 12.04.2016 PRO BAHN empört: Region Hildesheim soll übermäßige Auswirkungen der ICE-Streckensperrung ertragen
 08.04.2016 Tagesfahrt in den Winter
 21.10.2015 Neue Züge nach Braunschweig und Wolfsburg - Abschied vom Nachtzug
 10.08.2015 (Bahn-)Tag der Niedersachsen in Hildesheim?
 10.06.2015 Resolution: Bahnstrecken in der Region Braunschweig reaktivieren!
 10.06.2015 Tag der Niedersachsen - Bahnanreise nutzen
 09.03.2015 Mit dem Rennsteigshuttle zu Putins Panzer
 28.01.2015 Erixx hält in Hildesheim Ost nicht am Bahnsteig
 13.12.2014 Aufwertung des Hildesheimer Ostbahnhofs
 08.12.2014 Zum Ende der Autoreisezüge in Hildesheim
 07.12.2014 Mit dem Nikolaus in Schwerin
 23.10.2014 Schienenersatzverkehr in die Geraer Höhler
 26.09.2014 PRO BAHN befürchtet Pendler-Ärger in Groß Düngen
 15.05.2014 Die Uckermark - ein Naturparadies
 19.02.2014 Mit der Regionalbahn bis zum Kalischacht
 29.01.2014 Verbesserung der Bahn nach Braunschweig in weiter Ferne?
 11.12.2013 Adventsausflug zum Leipziger Weihnachtsmarkt
 10.11.2013 Kahlschlag weicht Aufforstung
 28.09.2013 Ein Tag Zukunft - Schnupperfahrt mit der WestfalenBahn durch die Region
 19.09.2013 Pro Bahn kritisiert chaotische Zustände für Pendler im Lammetal
 20.08.2013 Erleichterung über ICE-Garantie für Südniedersachsen
 09.07.2013 Pro Bahn fordert ICE-Ersatzlinie
 28.06.2013 Schwarzfahrerfallen zwischen Hildesheim und Hannover beseitigt
 10.06.2013 Neuer Niedersachsentarif: PRO BAHN sieht 40-Euro-Fallen - Online-Portal für betroffene Fahrgäste
 30.04.2013 Nordwestbahn plant Kundenzeitschrift zu Zugausfällen
 07.03.2013 Bodenburg und Bad Salzdetfurth von der Bahnwelt abgeschnitten?
 27.02.2013 Harzrundfahrten 2013

21.04.2016

Bauarbeiten an der ICE-Strecke Hannover - Kassel

Pro Bahn-Tipps für Fahrgäste von Hildesheim Richtung Hannover, Frankfurt und Berlin

Die ICE-Strecke Hannover -Kassel wird vom 23.04. - 08.05.2016 gesperrt sein. Das hat Auswirkungen auf sämtliche Regionalverkehrslinien, die das Leinetal zwischen Hannover und Göttingen tangieren. Die ICE-Linie Berlin - Frankfurt verkehrt nur mit 9 von 14 Zugpaaren über Hildesheim. Tipps für Fahrgäste speziell aus der Region Hildesheim:

Hildesheim - Messe - Hannover Hbf

Ausfall der S 4 zwischen Hildesheim und Hannover Messe. Der Schienenersatzverkehr mit Halt auch in Emmerke, Barnten und Sarstedt benötigt 38 Minuten länger und fährt entsprechend früher in Hildesheim Hbf ab bzw. kommt später an. Damit gibt es auch keine Anschlüsse vom und an den ENNO Richtung Braunschweig, hier verlängert sich die Fahrzeit z. B. von Barnten nach Hoheneggelsen um 60 Minuten.

Pro Bahn-Sprecher Björn Gryschka: "Wir erwarten, dass die Pendler Hildesheim direkt von und nach Hannover den Schienenersatzverkehr kaum nutzen werden, sondern auf den erixx umsteigen. In diesem Zusammenhang appellieren wir nochmals nachdrücklich an den Betreiber erixx, zwischen 6 und 20 Uhr durchgehend mit einem zusätzlichen dritten Fahrzeug zu fahren, da in jeder Stunde durch den S-Bahn-Ausfall bis zu 200 Fahrgäste mehr in den erixx-Zügen zu erwarten sind." Eine Alternative ist auch die S 3 über Lehrte, mit einer Fahrzeit von 41 Minuten immer noch deutlich schneller als der Schienenersatzverkehr.

Während der Hannover Messe in der kommenden Woche verkehren zusätzlich zwischen 6 und 9 Uhr sowie 16 und 19 Uhr in beiden Richtungen S-Bahnen zwischen Hildesheim und Hannover Hbf, mit Zwischenhalten nur in Hannover Messe und Hannover Bismarckstraße. "Zwar gibt es hier eine gewisse Entlastung in der Anreise speziell zur Messe. Trotzdem sind erfahrungsgemäß immer noch genug Messegäste auch außerhalb der Zeiten in den Zügen unterwegs, so dass besonders in der nächsten Woche die langen erixx-Züge unabdingbar sind", so Gryschka weiter.

Pro Bahn kritisiert, dass es für Messegäste die Informationen zu den Fahrmöglichkeiten nur online bei www.bahn.de in der Fahrplanauskunft gibt. "Gemeinsame Flyer von DB und erixx sind Fehlanzeige. Die zusätzlichen S-Bahn-Züge stellt die DB als eine Art Anhang zum Schienenersatzverkehr dar. Erixx weist bisher gar nicht auf seine zusätzlichen Halte zur Hannover Messe hin. Deshalb sind wir froh, dass Hildesheim Marketing diese Lücke mit einem Flyer füllt, der bis zum Wochenende in den Hildesheimer Hotels verteilt wird."

Fahrgäste aus Emmerke können auch mit den NWB-Zügen bis Nordstemmen fahren und hier in den metronom umsteigen. Fahrgäste aus Barnten sind immer auf den Schienenersatzverkehr angewiesen.

ICE-Linie Berlin - HIldesheim - Frankfurt

Richtung Berlin gibt es in den ICEs keine Fahrzeiteinbußen, allerdings verkehren nur 9 der sonst 14 ICEs etwa alle 2 Stunden, allerdings nicht im regelmäßigen Takt. In Stunden ohne ICE empfiehlt Pro Bahn, mit ENNO nach Wolfsburg und ab dort mit den ICEs der Linie Köln - Berlin weiterzufahren, Fahrzeitverlust etwa 20 Minuten.

Richtung Frankfurt sind die ICEs genau 60 Minuten länger unterwegs (jeweils 30 Minuten längere Fahrzeit bis Göttingen und bis Kassel). Auch hier verkehren nur 9 der sonst 14 ICEs etwa alle 2 Stunden, ebenfalls nicht im regelmäßígen Takt. In Stunden ohne ICE empfiehlt Pro Bahn Reisenden, die nur nach Göttingen möchten, mit Nordwestbahn und metronom zu fahren. Die Fahrzeit ist lediglich etwa 12 Minuten länger, allerdings sollte vor Abfahrt überprüft werden, ob NWB und metronom pünktlich verkehren und der Anschluss in Elze somit gesichert ist.

Pro Bahn abschließend: "Dass die Bauarbeiten an der ICE-Strecke jetzt notwendig sind, bestreitet niemand mehr. Ob zu langes Abwarten zu dieser Kurzfristigkeit geführt hat, ist dagegen umstritten und wird zu klären sein. Die radikale Räumung der alten Strecke im Leinetal für ICE- und Güterzüge ist bisher einmalig und für uns immer noch unglaublich. Zunächst einmal konzentrieren wir uns aber darauf, für die Fahrgäste mit konkreten Tipps Unannehmlichkeiten möglichst abzufedern.


12.04.2016

PRO BAHN empört: Region Hildesheim soll übermäßige Auswirkungen der ICE-Streckensperrung ertragen

PRO BAHN kann nicht abschließend beurteilen, welche Trassen für ICE, metronom, S-Bahn, erixx, Güterzüge in den 17 Tagen der ICE-Streckensperrung Kassel - Hannover zwischen (Göttingen - / Hildesheim - ) - Barnten - Hannover zur Verfügung stehen. Regionalverbandssprecher Björn Gryschka: Die Situation ist offenbar von der DB gründlich verkorkst worden, weil man schon vor einigen Jahren geplant an das Projekt Schotteraustausch ICE-Strecke hätte herangehen können oder müssen. Das muss weiter aufgearbeitet werden, zunächst gilt es aber, die Auswirkungen für die Fahrgäste der Region Hildesheim, die prozentual von den meisten Zugausfällen bei ICE und S-Bahn betroffen sind, möglichst erträglich zu halten."

Forderungen von PRO BAHN:

Hierzu gibt es ermutigende Signale, erixx prüft das zur Zeit und wird es hoffentlich umsetzen können. Zum Tag der Niedersachsen 2015 in Hildesheim hatte das sehr gut geklappt. Während der Messe hält erixx ohnehin zusätzlich in Hannover Messe/Laatzen, so dass dann ein "schnelles Grundangebot" von Hildesheim bis Messe sichergestellt ist (allerdings zu Spitzenzeiten sicher sehr stark belegt).

Es ist nicht einzusehen, warum die Fahrplantrassen an 5 Tagen während der Messe für diese S-Bahnen vorhanden sind, an den anderen Tagen der ICE-Strecken-Sperrung aber nicht. Da dann keine Sonderzüge zur Messe fahren, sind sogar mehr Trassen vorhanden! Warum sollen Hildesheimer Pendler unnötig 17 Tage lang überfüllte Züge im Berufsverkehr ertragen müssen?

Die S-Bahnen sollen nach DB-Planung 1 Minute später ab Hildesheim Hbf abfahren als planmäßig und 1 Minute früher in Messe ankommen als geplant. PRO BAHN-Forderung: Die Züge fahren 1 Minute früher als planmäßig in Hildesheim ab, somit kann der Zwischenhalt in Emmerke ermöglicht werden und die Emmerker Fahrgäste haben wenigstens ein Grundangebot nach Hannover. Die Strecke von Hildesheim bis Emmerke/Nordstemmen ist von den Engpässen der Nord-Süd-Strecke nicht direkt betroffen.

Die S-Bahnen fahren offiziell weiter über Messe hinaus nach Hannover Hbf und kommen von dort (nur Zugnummernwechel in Messe) - d. h. sie sind wichtige Entlastung für Berufspendler nach Hannover, die gar nicht zur Messe wollen. Die DB bewirbt sie bisher aber ausdrücklich nur als "Messezüge" zwischen Hildesheim und Hannover Messe.

Während des gesamten Zeitraums 23.04. - 09.05.2016 sollten Fahrgäste aus Hildesheim Hbf, die Hannover Hbf als Ziel haben und etwas längere Fahrzeiten in Kauf nehmen können, möglichst oft mit der S 3 über Lehrte ausweichen. Fahrgäste aus Emmerke können neben dem langsamen Schienenersatzverkehr Richtung Hannover auch mit der Nordwestbahn mit Umstieg in Nordstemmen auf den metronom reisen. Das spart ggü. der SEV-Verbindung über Messe rund 15 Minuten. Fahrgäste aus Barnten und Rethen sind auf den SEV angewiesen. Pro Bahn-Sprecher Gryschka: "Wir erwarten, dass sich in den verbleibenden Tagen bis zur Sperrung noch etwas bewegt - ungewöhnlich kurzfristige Baumaßnahmen müssen ungewöhnliche kurzfristige Fahrplananpassungen möglich machen!"


08.04.2016

Tagesfahrt in den Winter

 

Am 13.02. und 05.03.2016 starteten jeweils 30 Teilnehmer zu einer Ausflugsfahrt per Bahn in das "Willinger Upland". War bei der Anfahrt über Kassel und Volkmarsen zunächst von Schnee nichts zu sehen, so kam ab der Steigung hinter Korbach die Winterlandschaft in weiß immer mehr zum Vorschein. Am Bahnhof warteten bereits die mit zwei Kaltblütern bespannten Planwagen und nahmen unsere Teilnehmer mit auf eine Panoramafahrt rund um Willingen. Hierbei wurde auch ein kurzer Stopp an der bekannten Ski-Weltcupschanze eingelegt. Zurück ging es dann vorbei am "Liebessee" (ein See in Herzform) in das Zentrum vom "Ballermann der Sauerlandes", wie Willingen nicht ganz unpassend auch genannt wird. Nach einer Stärkung in einem der vielen Lokalitäten bestand danach Gelegenheit per Seilbahn auf den 837 m hohen Ettelsberg zu fahren und dort vom Panoramaturm den Blick über die reizvolle Region schweifen zu lassen. Aber auch einen Besuch in "Siggis Hütte", der berühmt berüchtigten Partylocation, in der die Erbsensuppe im Bierkrug ausgegeben wird (so wird die Gefahr des Verschüttens deutlich reduziert), ließen sich einige Teilnehmer nicht nehmen.

Am Nachmittag starteten wir dann gemütlich mit der Kurhessenbahn über die landschaftlich reizvolle Strecke zurück nach Kassel, von wo aus uns der ICE im flotten Tempe wieder in die Heimat brachte.


21.10.2015

Neue Züge nach Braunschweig und Wolfsburg - Abschied vom Nachtzug

Der Fahrplanwechsel am 13.12.2015 bringt für Hildesheim vor allem zwei Neuerungen: Zum einen wird der Regionalverkehr nach Braunschweig und neu weiter nach Wolfsburg deutlich aufgewertet, bis zu dreimal häufiger verkehren die Züge. Zum anderen entfällt nach 6 Jahren die einzige Nachtzugverbindung von und nach Augsburg und München.

Endlich ein sogar sehr gutes Angebot im Regionalverkehr nach Braunschweig - darauf haben Pendler aus der Region Hildesheim lange Jahre warten müssen. „Die Strecke von Hildesheim über Hoheneggelsen nach Braunschweig befindet sich seit 2010 im Dornröschenschlaf”, sagt Björn Gryschka von Pro Bahn. Sein Verband hatte 2010 mit zahlreichen Aktionen und der Kampagne ”Stoppt den Kahlschlag” für den Erhalt des damaligen Mindestmaßes von 10 - 12 Zügen gekämpft - leider vergeblich, da der Zweckverband Großraum Braunschweig sich damals zu sehr verkalkuliert hatte. So wurden seit 2010 nur noch 5 - 9 Züge täglich eingesetzt - die schwächste Verbindung zweier benachbarter Großstädte in Deutschland.

Verglichen damit erwarten den Fahrgast nun paradiesische Zustände auf der Strecke. „Ab Dezember werden bis zu 19 Züge täglich fahren. Damit wird das bisherige Angebot mehr als verdoppelt. Darüberhinaus fahren alle Züge bis Wolfsburg, so dass zwischen Hildesheim und der VW-Stadt erstmals attraktive Verbindungen mit unter 50 Minuten Fahrzeit entstehen”, zeigt sich Gryschka von dem neuen Angebot angetan. Besonderer Clou: „Erstmals in Deutschland werden fabrikneue Elektrotriebwagen namens ”ENNO” eingesetzt, die den Fahrgästen kostenloses WLAN bieten. Die Fahrzeit nach Braunschweig reduziert sich bei 160 km/h Höchstgeschwindigkeit von 33 auf 27 Minuten und ist damit nur noch 4 Minuten länger als mit dem ICE. Dem neuen Betreiber metronom, im Landkreis Hildesheim bereits im Leinetal aktiv, ist zu wünschen, dass die damaligen Fahrgäste und zahlreiche weitere auf die Schiene zurückkehren”, meint Gryschka.

Zum 01.01.2016 steigen die Fahrpreise in Niedersachsen um 0,7 %. Das sieht Gryschka in der Region Hildesheim, in der nur noch moderne Züge im dichten Takt verkehren, als akzeptabel an: „Wenn dem Fahrgast mehr Leistung durch bessere und häufigere Verbindungen geboten wird, ist er auch bereit, dies zu honorieren.”

Leider gilt es auch von einer langjährigen Verbindung Abschied zu nehmen: Hildesheims einziger Nachtzug, der mit Abfahrt um 0.20 Uhr eine Direktverbindung mit Augsburg und München herstellte, wird nach sechs Jahren eingestellt. „Schade z. B. für manchen Skitouristen, der mit diesem Zug alpine Abfahrten bereits am Morgen erreichen und so einen Urlaubstag gewinnen konnte”, sagt Gryschka. Letztlich reihe sich die Einstellung dieser Verbindung aber nahtlos ein in die Konzeptlosigkeit, die die Deutsche Bahn beim Nachtverkehr zeige: „Nach Einstellung der Autoreisezüge auch ab Hildesheim bereits im letzten Jahr war die Einstellung des letzten Nachtzuges irgendwann zu erwarten.” Damit endet auch eine Kuriosität: Die Zuglaufschilder wiesen neben ”Hildesheim Hbf” auch den Halt in ”Hildesheim Gbf”, dem Güterbahnhof, aus. Dort wurden jede Nacht zwei Teile des Zuges aus Hamburg und Berlin zusammenrangiert. „Damit dürfte der Hildesheimer Güterbahnhof der einzige Güterbahnhof Deutschlands mit offiziellem Personenzughalt gewesen sein - auch wenn man natürlich nicht aussteigen durfte”, schmunzelt Gryschka.


10.08.2015

(Bahn-)Tag der Niedersachsen in Hildesheim?

Am letzten Juni-Wochenende fand in Hildesheim der Tag der Niedersachsen statt. Von der Landesnahverkehrsgesellschaft wurden dafür in Regel- und Zusatzzügen etwa 43.000 Plätze bereitgestellt. Dies geschah auf Initiative der Stadt Hildesheim und Pro Bahn erstmals in diesem Umfang und wurde von den auswärtigen Besuchern sehr gut angenommen.

Pro Bahn hatte im Vorfeld dem Land noch ein deutlich höheres Engagement vorgeschlagen. So hätte es durchaus einen ”Bahn-Tag der Niedersachsen” geben können, der in Hildesheim ideale Bedingungen vorgefunden hätte: Nagelneuer ZOB, von außen fertig renovierter Hauptbahnhof, neue Züge wie erixx im Einsatz, neue Züge wie ENNO, Doppelstock-IC oder Westfalenbahn-Dosto in der Ausstellung oder im Sonderfahrteinsatz, Sondertickets des Niedersachsentarifs etc. All dies wäre durch die sehr gute Lage Hildesheims im Bahnnetz möglich und nach Meinung von Pro Bahn eine einmalige Chance gewesen, dem niedersächsischen Nahverkehr einen enormen Imagegewinn bei den 320.000 Besuchern zu verschaffen.

Diese große Chance wurde von den Verantwortlichen leider nicht genutzt. Immerhin wurden aber Planzüge auf allen Linien verstärkt und zusätzliche Spätzüge angeboten. Die Bahnanreise konnte in Programmheft und TdN-Internetauftritt prominent platziert werden. Zu loben ist das Engagement der örtlichen Busgesellschaften Stadt- und Regionalverkehr Hildesheim, die in ihren Bereichen mit Sonderpreisen und dem Einsatz aller verfügbaren Busse das boten, was möglich war. Und auch der Göttinger DB-Bahnhofsmanager glänzte während des TdN durch persönliche Präsenz und Aktivität in Hildesheim.

Im Ergebnis waren im ÖPNV überdurchschnittlich viele Nutzer zu verzeichnen. Es gab aber durchaus Unterschiede. Erwartungsgemäß gut genutzt wurden die Züge von und nach Hannover, hier mussten gerade spät abends auch etliche Fahrgäste stehen, aber nicht zurückbleiben. Aus Richtung Braunschweig gab es eine Verdopplung der Nutzerzahlen, allerdings von niedrigem Niveau. Hier wurden die meisten Zusatzzüge eingesetzt, um überhaupt einen Stundentakt bieten zu können.

Besonders deutlich wieder einmal der Unterschied auf den beiden Nordwestbahnstrecken Weserbahn und Lammetalbahn: Auf beiden Strecken wurden Doppelzüge eingesetzt; auf der Weserbahn lief alles sehr geordnet ab, es blieben zur Spitzenzeit etwa 10 % der Sitzplätze frei. Durch den Unfall am Samstagabend gab es am Sonntag allerdings mehrfach enge Situationen, weil nur Einzeltriebwagen eingesetzt werden konnten. Diese Engpässe konnten von den Pro Bahn-Aktiven, die während der 3 Tage als Fahrgastberater und ”mobiles Empfangskomitee” auf den Bahnhöfen der Weserbahn im Einsatz waren, aber aufgefangen werden, indem die Fahrgäste über Sarstedt umgeleitet wurden. Die dort verkehrende S 4 hatte ausreichende Kapazitäten. Im Lammetal waren die Doppeltriebwagen praktisch immer zu 80 - 100 % gefüllt - hier machten sich die Kombination von günstigem TdN-Tarif für Bus und Bahn sowie die langjährige Gewöhnung der Fahrgäste an die Bahnnutzung positiv bemerkbar. Allein zum Trachtenumzug reisten drei vollständige Bad Salzdetfurther Spielmannszüge mit der NWB an. Die P+R-Plätze der Bahnhöfe waren überfüllt, Sonntag Vormittag mussten bei zwei unfallbedingt verkürzten Zügen sogar Fahrgäste zurückgelassen werden.

Fazit: Die Besucherinnen und Besucher, die mit Bahn oder Bus kamen und oft nach langer Zeit erstmals den ÖPNV genutzt haben, haben ein ordentliches und zuverlässiges Angebot vorgefunden, wenn auch wenig ”inspiriert”. Hier ist dem Land beim nächsten TdN mehr Mut zu wünschen. Wo besser als auf dem "hauseigenen" Fest gibt es eine solche Möglichkeit, den SPNV als hochleistungsfähig zu präsentieren?

Der ”Hessentag” im benachbarten Bundesland weist dem SPNV übrigens eine weit größere Rolle zu: Ende Mai gab es zum Veranstaltungsort Hofgeismar Sonderzüge im 15-Minuten-Takt mit modernen Fahrzeugen bis spät in die Nacht, sogar ein vollwertiger Zusatzbahnsteig wurde extra gebaut.


10.06.2015

Resolution: Bahnstrecken in der Region Braunschweig reaktivieren!


Landesvorsitzender Björn Gryschka und Verkehrsminister Olaf Lies entfernen symbolisch ein Schwellenkreuz.

Die Mitglieder des Fahrgastverbands Pro Bahn Braunschweig-Hildesheim fordern anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung 2015 in Braunschweig: Der Zweckverband Großraum Braunschweig muss die Reaktivierungschancen der Bahnstrecke in Salzgitter entschieden nutzen und die Fördermillionen des Landes in die Region Braunschweig holen!

Begründung:

Aus dem landesweiten Auswahlverfahren von anfangs 74 Strecken hat sich die Verlängerung der Bahnstrecke Braunschweig - Salzgitter-Lebenstedt nach Salzgitter-Fredenberg als Strecke mit dem besten Kosten-Nutzen-Faktor durchgesetzt. Auch wenn es nur ein kurzer Abschnitt von 2 km Länge ist, liegen gerade darin für den Zweckverband, der über Investitionsanteil und Zugbestellung entscheiden soll, einmalige Chancen:

  1. Die Einwohner des Siedlungsschwerpunktes Fredenberg erhalten eine hochattraktive, schnelle und umsteigefreie Bahnverbindung nach Braunschweig. Die Fahrzeit reduziert sich von bis zu 51 Minuten bei unregelmäßiger Busverbindung auf 28 Minuten im stündlichen Takt.
  2. Es sind keine Anpassungen im örtlichen Busnetz erforderlich. Die direkten Züge bieten erstmals eine zusätzliche Expressverbindung von Fredenberg nach Braunschweig.
  3. Die einmaligen Investitionskosten sind absolut überschaubar. Lediglich 1,3 Mio. Euro muss der ZGB laut Gutachter einschließlich Planungskosten investieren. Das Land gibt 3,9 Mio. Euro Fördergeld dazu.
  4. Es fallen vergleichsweise wenig Kosten an. Durch die geringe Streckenlänge steigen die jährlichen Bestellerentgelte auf der Strecke Braunschweig - Salzgitter kaum, da insbesondere keine Investitions- und Betriebskosten für ein neues Fahrzeug anfallen. Zudem generiert die Strecke einen Nutzenüberschuss von jährlich 145 T€.
  5. Nach 15 Jahren Stillstand und Rückschritt im Nahverkehr liegt die Region Braunschweig damit beim Thema Streckenreaktivierung gleichauf mit der Entwicklung im Land Niedersachsen.
  6. Mit einer zielgerichteten und erfolgreichen Reaktivierung der Strecke in Salzgitter erhält die Diskussion auch bei der Strecke Braunschweig - Harvesse neuen Schwung (derzeit Platz 5 landesweit und unter der Förderschwelle). Über die Zukunft dieser Strecke bietet das Land Verhandlungen an und will die Änderung von Rahmenbedingungen prüfen, damit die Förderfähigkeit erreicht wird. Auch hier sollte der ZGB die Entwicklung aktiv mitgestalten.

Diese Resolution wurde von den Pro Bahn-Mitgliedern einstimmig beschlossen.


10.06.2015

Tag der Niedersachsen - Bahnanreise nutzen

Zum Tag der Niedersachsen vom 26.06. - 28.06.2015 in Hildesheim kommen die erwarteten bis zu 100.000 Besucher pro Tag per Bahn am schnellsten und ohne Stau zum Ziel. Die Festmeile beginnt direkt am Hauptbahnhof. Die Verkehrsunternehmen auf Schiene und Straße erweitern ihre Kapazitäten ganz erheblich: Zusätzliche Fahrten bis spät in den Abend, längere Züge, mindestens Stundentakt, schnelle Fahrt von überall direkt zur Festmeile und günstige Preise für Familien.

Informationen zur Bahnanreise:

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite www.tdn-hildesheim.info unter „Ihre Anreise”. Dort gibt es Fahrzeitenbeispiele aus der näheren und weiteren Umgebung. In der Übersichtskarte zur Bahnanreise sind detaillierte Informationen zu allen Bahnhöfen im Landkreis Hildesheim hinterlegt, wie z. B. Lage, Parkplatzzahl, Fahrkartenautomaten und Fahrzeiten - handlich zum Ausdrucken und Mitnehmen. Außerdem sind alle zusätzlichen Fahrten unter www.bahn.de in der regulären Fahrplanauskunft abrufbar. Bitte beachten Sie: Erwerben Sie Ihre Fahrkarten unbedingt im Vorverkauf an den Automaten, Fahrkartenschaltern oder im Internet! Aufgrund des erwarteten Besucherandrangs auf den Landkreisbahnhöfen kann es sonst zu längeren Wartezeiten an den Automaten kommen.

Es gilt der reguläre Niedersachsentarif. Fahrausweise nach Hildesheim sind an allen Automaten, Fahrkartenausgaben und im Internet unter www.bahn.de ab sofort zu bekommen. Ausnahme vom Niedersachsentarif ist die Lammetalbahn aus Bodenburg. Hier gilt der Sondertarif der RVHi/NWB, der günstige Tageskarten für Einzelpersonen und Gruppen bietet. Die Sonderfahrkarten erhalten Sie im Vorverkauf ab dem 14.06.2015 ausschließlich bei der NordWestBahn-Agentur Bad Salzdetfurth. Ab dem 26.06.2015 sind die Sonderfahrkarten für alle 3 Tage auch an den NWB-Automaten in Bodenburg, Bad Salzdetfurth und Wesseln erhältlich.

Informationen zur Busanreise:

Der RVHi setzt auf insgesamt 12 Linien vom Landkreis nach Hildesheim zusätzliche Busse bis spät in den Abend ein. Darüberhinaus verkehren die regulären Fahrten des "Nachtsbus". Auf allen Linien gelten zum Tag der Niedersachsen Sonderpreise mit günstigen Tageskarten für Einzelpersonen und Gruppen. Fahrausweise erhalten Sie ausschließlich am Veranstaltungstag beim Busfahrer. Details finden Sie auf der Seite www.rvhi-hildesheim.de/TdN

Der SVHi bietet im Stadtgebiet auf zahlreichen Linien eine Verdoppelung der regulären Takte (meist 15-Minuten-Takt). Als besonders günstiges Fahrpreisangebot gibt es das 3-Tage-Ticket für bis zu 5 Personen für 1200 Cent. Details finden Sie auf der Seite www.svhi-hildesheim.de/TdN.

Viel Spaß beim Tag der Niedersachsen wünscht Ihr Fahrgastverband Pro Bahn.


09.03.2015

Mit dem Rennsteigshuttle zu Putins Panzer

Gut 80 Teilnehmer konnte Pro Bahn an zwei Terminen im Februar 2015 zur Fahrt auf den reaktivierten Bahnhof Rennsteig in 747 Metern ü. N.N. im Herzen des Thüringer Waldes begrüßen. Über Göttingen und Erfurt befuhren wir anschließend die seit Juni 2014 probeweise reaktivierte Nebenbahn Ilmenau-Stützerbach-Bf. Rennsteig mit einem Regioshuttle-Triebwagen der Erfurter Bahn. Im Mai 1998 verkehrten hier die letzten planmäßigen Nahverkehrszüge. Nunmehr entscheiden bis 2016 die Fahrgastzahlen über eine künftige Fortführung des Ausflugsverkehrs auf dieser reizvollen Steilstrecke.

Der Bahnhof Rennsteig empfing uns mit Langläufern und Pferdeschlitten inmitten einer traumhaften Winterlandschaft.

Zunächst wanderten wir jedoch auf der Trasse der ehemaligen Kleinbahn nach Frauenwald bis zum Waldhotel Rennsteighöhe. Nach einem schmackhaften Mittagessen mit Thüringer Klößen ging es hinab in die Katakomben des ehemaligen Bunkers der Staatssicherheit im früheren Regierungsbezirk Suhl. Neben der eindrucksvollen Dokumentation der Alarmpläne für den Ernstfall gab es u.a. den Original-Briefbeschwerer des früheren Dresdener KGB-Majors Wladimir Putin in Form eines russischen Panzers zu bestaunen.

Nachdem wir wieder ans Tageslicht gelangten, traten wir den Rückweg zum Bahnhof an. Unterwegs konnten wir uns am jährlichen Frauenwalder Schlittenhunderennen erfreuen, vor deren Hauptakteuren unsere Teilnehmer ehrfurchtsvoll an den Wegesrand auswichen. Nach einem abschließenden Heißgetränk in dem als Bistro umfunktionierten Güterboden des Bahnhofs Rennsteig fuhren wir am späten Nachmittag wieder hinab ins Tal und erreichten in den Abendstunden wieder den heimischen Landkreis.


28.01.2015

Erixx hält in Hildesheim Ost nicht am Bahnsteig

Zum gestrigen Vorfall am Ostbahnhof, als ein erixx-Zug zu früh am Bahnsteig 1 zum Halten kam und sämtliche Türen des letzten Triebwagens nicht am Bahnsteig hielten und Fahrgäste über das Schotterbett ausstiegen, meint Pro Bahn-Sprecher Björn Gryschka:

„Zu früh zu halten ist ein Fehler, der in der Anfangszeit des oft noch unerfahrenen Personals durchaus passieren kann. Ich bin aber sicher, dass das Personal bei erixx entsprechend nachgeschult wird, damit diese Situation nicht wieder vorkommt. Solche Fehler - die zunächst einmal dem Faktor Mensch geschuldet sind - können aber nicht zu hundert Prozent ausgeschlossen werden. Allerdings sollte das Zugpersonal aktiv mit einer solchen Situation, wenn sie denn schon vorgekommen ist, umgehen. Mindestens Durchsagen an die Fahrgästen sind notwendig, etwa "Bitte nicht aussteigen, wir ziehen noch etwas vor". Fahrgästen rät Pro Bahn, in solcher Situation die in jedem Fahrzeug an den Türen vorhandenen Notsprechstellen zum Lokführer zu benutzen und auf die Lage aufmerksam zu machen. Das Betreten des Gleisbettes ist gefährlicher, als zunächst abzuwarten. Aus Sicht von Pro Bahn muss aber auch der Schienenbetreiber DB Netz prüfen, ob für die Sicherheit des Bahnverkehrs am Hildesheimer Ostbahnhof mehr getan werden muss. Die Bahnsteige dort sind 150 m lang, was für die neuen Erixx-Züge nur wenige Meter Reserve bedeutet, wenn sie mit drei Teilen verkehren. Deshalb regt Pro Bahn die Aufstellung sogenannter "H-Tafeln" an, die dem Lokführer präzise angeben, wo er in Abhängigkeit von der Zuglänge zu halten hat. Mittelfristig wäre auch eine Verlängerung des Bahnsteigs um 10 - 20 Meter zu prüfen, um somit die Toleranz bei der zielgenauen Bremsung zu erhöhen.”


13.12.2014

Aufwertung des Hildesheimer Ostbahnhofs

Der Bahnfahrplanwechsel am kommenden Sonntag steht in der Region Hildesheim ganz im Zeichen von erixx - und des Ostbahnhofs. „Wir sind sehr erfreut, dass die Landesnahverkehrsgesellschaft die neuen erixx-Züge nach Hannover bzw. in den Harz ab sofort stündlich am Hildesheimer Ostbahnhof halten lässt”, sagt Björn Gryschka von Pro Bahn, „damit erhalten insbesondere Studierende und Lehrende von Universität und Fachhochschule, aber auch die Einwohner der Marienburger Höhe und Itzums doppelt soviele schnelle Fahrmöglichkeiten nach Hannover wie bisher im Zweistundentakt.” Gryschka sieht damit eine langjährige Pro Bahn-Forderung nach mehr Direktverbindungen ab dem Ostbahnhof als erfüllt an. „Wir hatten 2010 vorgeschlagen, die S 4 stündlich bis Hildesheim Ost zu verlängern, um das Ziel von mehr Direktverbindungen zu erreichen. Die jetzige Lösung erfüllt unsere Forderung aber ebenfalls bestens, die neuen Züge sind gegenüber der S-Bahn sogar noch einige MInuten schneller in Hannover.” Die neuen Züge verkehren zudem jeweils eine Stunde länger am Abend als bisher.

Richtung Ostharz verdoppeln sich für alle Hildesheimer mit dem Fahrplanwechsel die Fahrtmöglichkeiten. „Bisher verkehrte der unbeliebte Pendolino nur alle zwei Stunden nach Halle. Jetzt wird er bis Goslar durch den stündlichen erixx ersetzt, der dort neu stündliche Anschlüsse nach Wernigerode - Halle bzw. Oschersleben/Magdeburg hat. Auch hier ergeben sich also doppelt soviele Fahrmöglichkeiten und neue Direktverbindungen”, zeigt sich Gryschka zufrieden.

Hohe Erwartungen hat Pro Bahn auch an die neuen Fahrzeuge: „Erstmals in Niedersachsen werden die neuen Lint-Großraum-Triebwagen mit großzügigem Sitzabstand und je 155 Sitzplätzen eingesetzt. Und erstmals auf der Hildesheimer Linie haben die Fahrgäste die Möglichkeit, barrierefrei zuzusteigen und bequem auch Kinderwagen und Fahrräder mitzunehmen. Die bisherigen 40 Jahre alten Wagenzüge werden daher endlich durch zeitgemäße Züge ersetzt.” Pro Bahn verspricht sich vom neuen Betreiber erixx auch höhere Flexibilität bei der Zugverfügbarkeit: „Am Stützpunkt BAd Harzburg können die Züge schnell und unkompliziert auf bis zu drei Einheiten verlängert oder gekürzt werden, so dass ein angenehmes Reisen zu jeder Tages- und Jahreszeit sichergestellt sein sollte”, meint Gryschka. Zum Sicherheitsgefühl der Fahrgäste trage auch die unveränderte Zugbegleiterquote von 100 % bei.


08.12.2014

Zum Ende der Autoreisezüge in Hildesheim

Die Deutsche Bahn hat relativ unbemerkt im November die Verladung von Pkws und Motorrädern in Hildesheim eingestellt. Rangierlok und Transportwagen wurden bereits abgezogen, das Terminal ist verwaist.

Damit verliert Hildesheim ein interessantes niedersächsisches Alleinstellungsmerkmal im Bahnverkehr. Denn vor 15 Jahren, wegen des Beginns der Expo 2000 und des Hauptbahnhofsumbaus in Hannover, war das Autozugterminal von Hannover nach Hildesheim verlegt worden. „Das Ende noch in 2014 kommt überraschend, allerdings werden ja nach den Plänen der DB die Autoreisezüge bis 2017 ohnehin komplett eingestellt”, meint Björn Gryschka von Pro Bahn, „leider waren die Autoreisezüge ja nie für Reisende ohne Auto nutzbar, auch wenn es freie Plätze in den Schlaf- und Liegewagen gab. Eine vertane Chance? Schließlich werden die Züge ja nun wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit eingestellt.”

Entscheidender für Hildesheims Stellung im niedersächsischen Bahnmarkt bleibt aber der ICE-Anschluss. „Im stündlichen ICE reisen deutlich mehr Fahrgäste als in den wenigen, teilweise nur saisonalen Autozügen. Auch wenn es durchaus interessante touristische Destinationen waren, die die Autoreisezüge ansteuerten: Der Verlust ist verschmerzbar. Eine tägliche Nachtzugverbindung bleibt aber für die Region: Unverändert bietet der Zug der CityNightLine die komfortable Nachtfahrt nach München an - und das auch ohne sein Auto mitnehmen zu müssen.”


07.12.2014

Mit dem Nikolaus in Schwerin

230 Teilnehmer konnten wir zu unserer Adventsfahrt zum Schweriner Weihnachts-markt begrüßen. Nach 3 Jahren konnten wir wieder auf die bewährten Triebwagen der Firma cantus aus Kassel zurückgreifen, die uns in gewohnter Qualität sicher und pünktlich aus der Region Hildesheim in die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern brachten. Dort beeindruckten neben dem großen Riesenrad in der Innenstadt vor allem die vielen Attraktionen für die ganz kleinen Besucher in Form von mehreren Hütten, in denen animierte Figuren bekannte Märchen darboten. Auch an eine große Bühne mit einem großen goldenen Thron zum Geschichtenerzählen wurde gedacht. Einrichtungen, die hierzulande leider eher selten auf Weihnachtsmärkten anzutreffen sind. Zudem boten wir unseren Teilnehmern eine unterhaltsame Stadtrundfahrt im Doppel-deckerbus an, von wo aus sich interessante Einblicke u.a. auf das Schweriner Schloss, den See sowie die ausgedehnten Parkanlagen boten.

Nach gut 6 Stunden Aufenthalt machten wir uns wieder auf dem Heimweg. Unterwegs besuchte uns dann noch der Nikolaus und überreichte jedem Teilnehmer eine kleine Überraschung. Planmäßig wurden am Abend wieder alle Startbahnhöfe erreicht.


23.10.2014

Schienenersatzverkehr in die Geraer Höhler

Unsere diesjährige Herbstausflugsfahrt stand leider unter keinem guten Stern. So erhielten wir zunächst wenige Tage vor dem ersten Fahrttermin die Mitteilung aus Gera, dass über die dortigen Verkehrsbetriebe das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.

Da die von uns gebuchte Stadtrundfahrt mit der historischen Straßenbahn jedoch laut Insolvenzverwalter nicht zum "Kerngeschäft" eines Verkehrsbetriebes gehöre, müssen die historischen Fahrzeuge bis auf weiteres in der Betriebshalle verbleiben. Daneben verdichteten sich die Hinweise auf immer weitergehende Streikmaßnahmen der GdL, die uns die Fahrt über Göttingen hinaus mit DB Regio zum Lotteriespiel werden ließ. Um größere Stornokosten zu vermeiden und gleichzeitig die Fahrt nicht völlig absagen zu müssen entschieden wir uns den ersten Fahrttermin komplett abzusagen und für den zweiten Termin am 18.10. sicherheitshalber einen Reisebus zu chartern.

Und wir sollten Recht behalten: Am Vormittag des 17.10. kündigte die GDL für das komplette darauffolgende Wochenende durchgehende Streikmaßnahmen an. Aber wir hatten nun ja unseren Bus! So ging es morgens ab Hildesheim über Bad Salzdetfurth und Bodenburg in Richtung Gera nach Thüringen. Unterwegs mussten wir dann doch an einem Bahnübergang bei Zeitz warten: Ein Dampfsonderzug nach Freyburg kreuzte überraschend unseren Weg. Mit diesem Stimmungsaufheller erreichten wir Gera auf die Minute pünktlich. Dort stieg dann eine Stadtführerin hinzu und lotste unseren Bus u.a. vorbei an imposanten allen Fabrikantenvillen, einem ehem. Kasernenbau aus dem 19. Jahrhundert sowie der erst im Frühjahr 1989 in Betrieb genommenen Stasizentrale, die heutzutage das Finanzamt beinhaltet.

Nach einer Mittagspause im Biergarten bei schönstem Sonnenlicht (am 18. Oktober!) stiegen wir hinab in die sogenannten "Geraer Höhler". Der Name leitet sich aus der Vermischung der Wörter "Höhle" und "Keller" ab und beschreibt die Bierlagerstätten der einst zahlreichen örtlichen Brauerei-betriebe. Anschlie-ßend gab es eine kleine Stärkung bei Köstritzer Schwarz-bier und "Fett-bemmen" (Anm.: ostdeutscher Aus-druck für Schmalzbrote) Am späten Nachmittag bestiegen wir wieder unseren Bus und reisten über die A38 am Südharz der untergehenden Sonne entgegen in Richtung Heimat, die wir überpünktlich wieder erreichten. Auch wenn dies seit gut 15 Jahren die ersten Ausflugsfahrt darstellte, auf der wir keinen Meter Bahn gefahren sind, so zeigten die Teilnehmer für unseren spontanen Schienenersatzverkehr dennoch viel Verständnis und bedankten sich für die gelungene Fahrt. Hierfür nochmals Vielen Dank von der Reiseleitung.


26.09.2014

PRO BAHN befürchtet Pendler-Ärger in Groß Düngen

erixx fährt an Groß Düngen vorbei!

Groß Dünger Berufspendlern und Schülern drohen Verschlechterungen bei ihrer Fahrt zur Arbeitsstelle oder Schule. Wie der Fahrgastverband Pro Bahn erfahren hat, ist geplant, die bisher in Groß Düngen haltenden Regionalexpresszüge nach Hannover um 5.31 Uhr und um 7.31 Uhr ab Fahrplanwechsel am 14.12.2014 in Groß Düngen ersatzlos durchfahren zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt übernimmt das Bahnunternehmen erixx den Regionalverkehr auf der Strecke zwischen Bad Harzburg und Hannover.

Björn Gryschka von Pro Bahn Braunschweig-Hildesheim: „Wir freuen uns schon lange auf die neuen, modernen Erixx-Züge. Gerade im Landkreis Hildesheim bedeuten sie auch weiterhin eine Verbesserung mit den neuen stündlichen Halten in Hildesheim Ost und den verdoppelten Verbindungen in den Ostharz. Umso unverständlicher ist es für uns, warum unnötig Groß Dünger Pendler und Schüler in andere Züge oder das Auto gezwungen werden sollen. Schließlich sind die ‚Frühzüge‘ aus guten Gründen seit Jahrzehnten etabliert.”

Pro Bahn geht es nicht darum, dass der schnelle ‚Erixx‘ den ganzen Tag über in Groß Düngen halten sollte. Gryschka: „Die Aufgabe, Groß Düngen tagsüber zu bedienen, übernimmt weiterhin die Nordwestbahn zwischen Bodenburg und Hildesheim. Da erixx aber morgens bereits eine Stunde früher startet und abends neu sogar zwei Stunden länger verkehrt als die Nordwestbahn, bedarf es in diesen Randlagen lediglich eines kurzen Haltes, der die Fahrzeit aus und in Richtung Harz lediglich um 2 Minuten verlängert.” Pro Bahn hat bereits festgestellt, dass Bahn- oder Busanschlüsse im Harz dadurch nicht verloren gehen. Da erixx nach dem vorliegenden Fahrplanentwurf ohnehin später in Goslar starten solle, sei noch nicht einmal früheres Aufstehen gegenüber heute nötig. „Uns geht es darum, dass hier Züge weiterhin fahren, genug Plätze und Zeit haben, aber Fahrgäste plötzlich nicht mehr mitnehmen sollen. Der Zug um 7.31 Uhr wird außer von Pendlern nach Hannover auch von zahlreichen Schülern nach Hildesheim genutzt, die so passgenau ihre Schulen erreichen können. Für sie verlängert sich die Fahrzeit um 24 Minuten, weil sie nun bereits um 7.07 Uhr ab Groß Düngen starten sollen.”

Pro Bahn appelliert an Landesnahverkehrsgesellschaft und erixx, hier noch nachzubessern. „Dass schnelle Züge in Tagesrandlagen an Bahnhöfen halten, die sie sonst durchfahren, ist nicht ungewöhnlich. So verkehren z. B. Metronom-Züge zwischen Bremen und Hamburg frühmorgens und spätabends grundsätzlich mit Halt an allen Bahnhöfen, die tagsüber verkehrende beschleunigte Metronom-Linie fährt dann nicht. Selbst die Deutsche Bahn lässt ihr Flaggschiff ICE auf dem Weg nach Berlin spätabends in Stendal halten”, erinnert Gryschka. „Die Fortsetzung des gewohnten Haltes kennt nur Gewinner: Mehr Fahrgäste für erixx, bessere Tagesrandverbindung für Groß Düngen und das angrenzende Bad Salzdetfurth, kürzere Schulwege und mehr Platz im Schülerverkehr. Anstatt diese Halte zu streichen, sollte die negative Entwicklung besser in eine positive umgekehrt werden: Vermisst wird in Groß Düngen auch eine Spätverbindung aus Hannover/Hildesheim, die die neuen erixx-Abfahrten um 22.13 und 23.13 Uhr ab Hildesheim jetzt bieten würden.”


15.05.2014

Die Uckermark - ein Naturparadies

An unserem letzten Ausflug nahmen 45 Gäste teil. An einem schönen Frühsommertag lief die Anreise bestens, selbst der einzige Prenzlauer Stadtbus zur Fahrt bis vor die Marienkirche konnte noch erreicht werden. Der Turm der Marienkirche ist bereits über 800 Jahre alt, spannend gerade der Aufstieg auf den Turm auf den originalen Feldsteinstufen. Die Kirche selbst hat nach der Zerstörung nur ein Dach bekommen und ist weitgehend leer, ein Gewölbe fehlt dort.

Nach dem Mittagessen ging es dann per Schiff über den Unterucker- und den Oberuckersee nach Warnitz. Spannend hierbei der Kanal zwischen den beiden Seeteilen, der eine Stunde lang in Schrittgeschwindigkeit passiert wird. Zahlreiche seltene Vögel konnten beobachtet werden, immer wieder durch den Kapitän erläutert. Auf dem Rückweg klappte dann der Umstieg in Berlin leider nicht wie geplant - die DB hatte die Abfahrtszeit des ICEs Richtung Hildesheim um 40 Minuten vorverlegt - glücklicherweise fanden sich aber noch alle Fahrtteilnehmer rechtzeitig ein.


19.02.2014

Mit der Regionalbahn bis zum Kalischacht

Im Februar 2014 konnten wir an 3 Terminen insgesamt 130 Teilnehmer zu unserer Bahnerlebnisfahrt nach Sondershausen in das Kalirevier von Nordthüringen begrüßen. Zunächst führte uns der Weg mit planmäßigen Zügen durch das Leinetal und über die Südharzstrecke nach Nordhausen. Dort bestiegen wir einen Triebwagen des neuen DB-Regio-Netzes "Nordthüringenbahn", der uns direkt bis zum Haltepunkt "Glückauf" im Industriegebiet von Sondershausen brachte. Von dort ging es zunächst zu Fuß zur örtlichen Gaststätte „Am Schacht„, wo sich die Teilnehmer vor der Einfahrt in den Schacht bei schmackhaft zubereiteten Thüringer Spezialitäten stärken konnten. Anschließend tauschten wir in der angrenzenden Waschkaue des Erlebnisbergwerks Sondershausen unsere schwere Winterkleidung gegen einen Arbeitskittel samt Helm. Dann fuhren wir mit dem Förderkorb hinab auf die 700m-Sohle, wo die für Gruppentransporte umgebauten Mercedestransporter bereits auf uns warteten.

Dort begann die spannende und unterhaltsame Erkundungstour unter Tage, bei der u.a. eine Ausstellung zu ehem. Heeresmunitionsanstalten in Kalischächten, ein unterirdischer See aus Salzlauge (incl. Befahrung mit Spreewaldkähnen), eine 52 m lange Tunnelrutsche mit 40% Gefälle durch das Salzgestein sowie ein unterirdischer Konzertsaal besucht wurde. Nach gut 2,5 Stunden gelangten wir wieder an das Tageslicht, wo wir am späten Nachmittag den Rückweg in den heimischen Landkreis antraten. Neben dem o.g. Programm wurde an einem Termin zudem alternativ eine unterhaltsame Kostümführung auf Schloss Sondershausen angeboten, die insbesondere bei den jüngeren Teilnehmern für viel Spaß sorgte.

Bleibt zu hoffen, dass der Bahnhaltepunkt ”Glückauf„, der mit seiner günstigen Lage zum Bergwerksgelände optimale Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln garantiert, auch in Zukunft weiter von den Regionalzügen der Nordthüringenbahn bedient wird und so den Besuchern eine stressfreie und umweltfreundliche Anreise in die unterirdische Erlebniswelt bietet.


29.01.2014

Verbesserung der Bahn nach Braunschweig in weiter Ferne?

Artikel der Braunschweiger Zeitung: OB Hoffmann - „Unsere Region wird benachteiligt”

Pro Bahn meint dazu:

Anders als bisher in Aussicht gestellt, scheint ohne zusätzliche Unterstützung des Landes ein zeitgemäßer Betrieb auf der Bahnstrecke Braunschweig-Hildesheim auch künftig gefährdet zu sein. Bisher konnten die Fahrgäste auf den Fahrplanwechsel Dezember 2015 hoffen, zu dem nach Abschluss der laufenden Ausschreibung moderne Elektrotriebwagen stündlich zwischen Hildesheim, Braunschweig und Wolfsburg verkehren sollten. Das wäre eine Verdopplung der heutigen neun Zugpaare. Die sieht Björn Gryschka vom Fahrgastverband Pro Bahn jetzt gefährdet - und damit einen attraktiven Anschluss des Ostkreises und Hildesheims an die Region Braunschweig. „Dass moderne Fahrzeuge im Stundentakt zu deutlich steigenden Fahrgastzahlen führen, hat die Region Hildesheim bei der Lammetalbahn erlebt, die vor 10 Jahren beinahe stillgelegt worden wäre. Und im Leinetal verkehren seit 2005 die modernen metronom-Züge, die schon 3 Jahre nach ihrem Start von 5 auf 6 Waggons verstärkt werden mussten.” Pro Bahn fordert deshalb, die Region Braunschweig endlich auf den Standard des übrigen Niedersachsens zu bringen - und das sei ein Stundentakt mit modernen Fahrzeugen. „Es ist nicht einzusehen, dass die Fahrgäste der Region noch 15 Jahre mit eingeschränktem Angebot für die Fehler, die in der Vergangenheit in Braunschweig gemacht und jetzt aber korrigiert wurden, haften sollen”, so Gryschka.


11.12.2013

Adventsausflug zum Leipziger Weihnachtsmarkt

Inzwischen eröffnet: Der City-Tunnel

Am ersten und zweiten Advent konnten insgesamt 50 Teilnehmer unserer Fahrten nach Leipzig den vorweihnachtlichen Rummel in dieser lebendigen Stadt erleben. Am Hauptbahnhof begrüßte die Reisenden eine große Digitaluhr, die die Tage und Stunden bis zur Eröffnung des City-Tunnels rückwärts zählte. Durch ein Fenster konnte bereits der unterirdische Geisterbahnsteig mit voller Beleuchtung und dem Probebetrieb der Rolltreppen erspäht werden. Doch unsere Gäste folgten lieber der Stadtführerin, die im breiten Sächsisch eine Themenführung durch Leipzig unternahm. Ein anderer Teil konnte das frisch sanierte Völkerschlachtdenkmal erkunden, das nun im Inneren sehr modern mit einer Multivisionsschau und Aufzügen fast bis zur obersten Plattform daherkommt. Für das Umfeld werden allerdings weiterhin Spenden gesammelt und auch benötigt.


10.11.2013

Kahlschlag weicht Aufforstung

[Pressemitteilung]

Der Fahrgastverband Pro Bahn beurteilt den von Zweckverbandsdirektor Hennig Brandes vorgelegten Zwischenstand vorsichtig positiv. „Das ist nicht der große Wurf, den sich die Fahrgäste nach dem Regiostadtbahndesaster erhofft haben - aber doch eine Grundlage, die möglichst noch vor Betriebsstart verbessert werden muss”, meint Björn Gryschka, Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn Braunschweig-Hildesheim in einer ersten Analyse.

Pro Bahn hatte bis 2011 das Festhalten des ZGB an dem unrealistischen Regiostadtbahn(RSB)-Konzept als ‘Kahlschlag’ kritisiert, weil schon damals klar war, dass der Planungsstillstand des RSB-Konzepts und die laufenden hohen Kosten der jetzigen Bahnverkehre die aktuellen Zugzahlen reduzieren würden. „Leider haben wir damit Recht behalten. Die Region Braunschweig hat zur Zeit die meisten niedersächsischen Strecken mit Zweistundentakten oder weniger im Bestand. Doch die Abkehr vom RSB-Konzept hin zum ‘Regionalbahnkonzept 2014+ ’ kann nun endlich als ‘Aufforstung’, als Grundlage für wachsenden Verkehr verstanden werden”, stellt Gryschka fest. „Mit den erzielten günstigeren Zugkilometerpreisen ist eine vergleichbare Wirtschaftlichkeit zu den übrigen niedersächsischen Strecken gegeben.”

Für Pro Bahn darf der nun vorgestellte, um 8% erweiterte Verkehr ab 2015/2016 deshalb nicht das letzte Wort bleiben. „Das Land hat der Region Braunschweig lange Jahre zu Recht vorgehalten, wegen fehlenden Ausschreibungswettbewerbs die höchsten Zugkilometerpreise in Niedersachsen zu zahlen und so öffentliche Mittel nicht effizient genug einzusetzen. Das ist aufgrund der Wettbewerbsergebnisse jetzt anders.”

Gryschka fordert daher: „Land und ZGB müssen sich dringend zusammensetzen, um in einem transparenten Prozess die Verkehrsverhältnisse in der Region Braunschweig auf den niedersächsischen Standard zu bringen. Dafür ist der Stundentakt auf allen Strecken die zwingende Voraussetzung. Ich bin überzeugt, dass konstruktive Gespräche mit Verkehrsminister Olaf Lies hier noch vor dem Start der ersten Züge Fortschritte bringen können. Dieses ‘Derby’ muss zählbare Erfolge für die Fahrgäste haben und darf nicht ‘0 : 0’ enden!”


28.09.2013

Ein Tag Zukunft - Schnupperfahrt mit der WestfalenBahn durch die Region

Am 28.09.2013 veranstaltete Pro Bahn erstmals eine Ausflugsfahrt der etwas anderen Art. Mit 50 Teilnehmern fuhren wir zunächst mit planmäßigen Zügen nach Braunschweig. Dort bestiegen wir dann einen modernen Elektrotriebwagen des Unternehmens Westfalenbahn, mit dem zuvor eine Bielefelder Reisegruppe zum Besuch der Region Braunschweig angereist war. Die Westfalenbahn wird ab Dezember 2015 den Verkehr auf den Regionalexpresslinien zwischen Braunschweig, Hannover und Bielefeld bzw. Rheine betreiben.

Die Fahrt führte dann über die Weddeler Schleife bis nach Wolfsburg. Dort wechselten wir die Fahrtrichtung und fuhren anschließend durch die Region "Ostfalia" über Gifhorn bis nach Anderten, verließen dort die Personenverkehrsgleise und umrundeten die Landeshauptstadt Hannover im Uhrzeigersinn auf ansonsten dem Güterverkehr dienenden Umgehungsstrecken. Unterwegs gab der Leiter Unternehmensentwicklung der Westfalenbahn, Dr. Stefan Bennemann, interessante Erläuterungen zu den durchfahrenen Streckenabschnitten. Zudem gab es erste Informationen zu den ab Dezember 2015 eingesetzten Fahrzeugtypen. Das werden 6-teilige Doppelstock-Elektrotriebzüge vom Typ „KISS” sein.

Zurück ging die Fahrt über Peine - Braunschweig wieder nach Wolfsburg. Dort bestand noch Gelegenheit zum Kaffeetrinken oder einem Besuch des designer-outlet-centers. Anschließend fuhren wir mit der Westfalenbahn zurück bis nach Hannover. Unterwegs gab es an Bord noch ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm für die jüngsten Fahrgäste. So bekam jedes Kind ein individuelles Portraitbild gezeichnet.

Pro Bahn möchte sich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei der Westfalenbahn für die gute Kooperation bedanken.


19.09.2013

Pro Bahn kritisiert chaotische Zustände für Pendler im Lammetal

[Pressemitteilung]

Seit einigen Wochen wenden sich immer wieder Fahrgäste an den Fahrgastverband Pro Bahn, weil anscheinend die Ausstellung neuer Jahresabonnements für Bus und Bahn im Lammetal zwischen Bodenburg und Hildesheim (der sog. Kombitarif) überhaupt nicht mehr einheitlich geregelt ist. „Der Kenntnisstand der beteiligten Unternehmen DB (Abo-Center), NordWestBahn und Regionalverkehr Hildesheim ist sehr lückenhaft, niemand scheint über die Leistungen des anderen Bescheid zu wissen”, ärgert sich Björn Gryschka von Pro Bahn. Leidtragende seien ausgerechnet die zahlungskräftigsten Kunden der Lammetalbahn, nämlich die Dauerabonnenten.

Begonnen hatte der Ärger im Mai mit einem Brief der DB an alle Abonnenten ”im Geltungsbereich des Niedersachsentarifs”. Diesen Brief erhielten auch die bisherigen Abonennten im Lammetal. Ausgerechnet das ”DB-Abo-Center Stuttgart” versuchte auf zwei engbeschriebenen Seiten zu erklären, dass manche Abonnements nun gekündigt würden, zum 31.08.13, andere zum 28.02.14, man aber andererseits ”nichts veranlassen müsse”, sollte man am die Umstellung zu einer ”Monatskarte im Abo” nach dem Niedersachsentarif wünschen. Das DB-Abo-Center Hamburg wiederum verwies noch im August beim Wunsch nach einem Abo für die Teilstrecke Groß Düngen - Bodenburg an die NordWestBahn, stellt inzwischen aber selbst neue DB-Abonnements ab Oktober für die Lammetalbahn aus, gültig ”in Zug und Bus”. Erstaunlicherweise erhält der Abonnent von dieser DB-Stelle sogar eine Bahncard 25 kostenlos zum Abo - genau wie bisher, obwohl laut Schreiben aus Mai ”keine Bahncard 25 mehr mit dem Abo ausgegeben” werde.

Die NordWestBahn ihrerseits fühlte sich laut E-Mail an verschiedene Fahrgäste noch Mitte August nicht für Abos zuständig, verwies zunächst an eine Firma Veolia und dann einige Tage später an das ”Abo-Center des Regionalverkehrs Hildesheim”. Seit Ende August verspricht die Nordwestbahn nun aber die Ausstellung von ”Abonnement-Fahrkarten für Bodenburg - Hildesheim” - obwohl die ersten Abos schon zum 31.08.13 gekündigt sein dürften. Beim Regionalverkehr Hildesheim wiederum ist von diesem ”Abo-Center” nichts bekannt.

Björn Gryschka: „Ich finde es unglaublich, wie hier langjährige Stammkunden behandelt und ”von Pontius zu Pilatus” geschickt werden. Welcher Fahrgast soll denn hier noch durchfinden, wenn es selbst die Unternehmen nicht tun? Es ist dringend Aufklärung gefordert, und zwar in erster Linie durch die örtlichen Unternehmen NordWestBahn und RVHi, deren Zusammenarbeit mindestens verbesserungswürdig ist. Und ich erwarte, dass in diesem Chaos kein Stammkunde plötzlich als Schwarzfahrer dasteht, nur weil sein Abo nicht rechtzeitig ausgestellt wird oder man sich über das Kleingedruckte nicht einig ist.”

Gryschka sieht auch noch weitere offene Fragen: „Gibt es von der Nordwestbahn eigentlich auch eine Bahncard zum Abo, wie es die DB zum selben Preis auch jetzt noch anbietet? Gilt das Nordwestbahn-Abo auch in den DB-Zügen zwischen Groß Düngen und Hildesheim? Immerhin hält der Nordwestbahn-Schülerzug morgens gar nicht in Groß Düngen, und für Pendler sind die DB-Frühzüge wichtige Ergänzung zur Nordwestbahn.”


20.08.2013

Erleichterung über ICE-Garantie für Südniedersachsen

Trotz der nach wie vor geltenden Einschränkungen im ICE-Verkehr Frankfurt - Braunschweig - Berlin wegen der Hochwasserschäden bei Stendal gibt es positive Nachrichten für die Fahrgäste: „Heute hat der Bahnvorstand eine Garantie für die Fernzuglinie Frankfurt - Göttingen - Braunschweig - Wolfsburg - Berlin über 2017, dem Eröffnungstermin der Konkurrenzlinie über Erfurt, gegeben. Damit ist die Region Südniedersachsen weiter erstklassig ins Fernzugnetz eingebunden”, zeigt sich Björn Gryschka, Landesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN erleichtert.

Nach einer Meldung der Braunschweiger Zeitung habe der Bahn-Fernverkehrsvorstand Andreas Busemann in einem Schreiben an den Zweckverband Großraum Braunschweig das stündliche Fernverkehrsangebot auf der genannten Achse auch über 2017 hinaus verbindlich zugesichert. „Wenn nun noch die ICE-Trasse bei Stendal bis Ende September wieder freigegeben ist, können wir bis auf Weiteres mit dem Fernzugangebot zufrieden sein”, meint Gryschka.

Weiter zur Meldung der Braunschweiger Zeitung aus der Online-Ausgabe vom 20.08.13.


09.07.2013

Pro Bahn fordert ICE-Ersatzlinie

[Pressemitteilung]

Anlässlich der erneut verlängerten Sperrung der ICE-Brücke bei Stendal (ICE-Linien Hannover - Berlin und Frankfurt - Berlin) fordert der Fahrgastverband Pro Bahn, endlich die niedersächsischen Großstädte Wolfsburg, Braunschweig, Hildesheim und Göttingen mit ihren 650.000 Einwohnern, einschließlich Region über 1 Mio Einwohner, wieder an den Fernverkehr Richtung Süden und untereinander anzuschließen. Der Landesvorsitzende Björn Gryschka: „Richtung Berlin müssen die Fahrgäste schon Fahrzeitverlängerungen von rund 60 Minuten hinnehmen, mehr als den derzeitigen Interimsfahrplan gibt die Infrastruktur offenbar nicht her. Wofür wir aber jetzt nach einem Monat Abkopplung vom Fernverkehr kein Verständnis mehr haben: Warum gibt es keinen IC-Ersatzzug von Wolfsburg nach Göttingen? Diese Strecke ist vom Hochwasser schließlich nicht betroffen.”

Gryschka vergleicht die Situation mit einer Autobahnsperrung: „Ich glaube kaum, dass Autofahrer z. B. in Braunschweig Verständnis dafür hätten, wenn die A 39 in der Region wegen einer weit entfernten Brückenbaustelle in Sachsen-Anhalt voll gesperrt würde.”

Pro Bahn fordert konkret, ergänzend zu den wenigen ICE-Zügen in Tagesrandlage (bis 7.30 Uhr und nach 20.00 Uhr) tagsüber eine Intercity-Linie zwischen Wolfsburg und Göttingen einzurichten. „So hätten die Fahrgäste wieder einen adäquaten Anschluss nach Süden, wenn schon auf schnelle Verbindungen nach Berlin verzichtet werden muss.” Aber auch auf kürzeren Distanzen werde der Fernverkehr schmerzlich vermisst. „Uns sind Fahrgäste bekannt, die zur Zeit Hotelübernachtungen in Kauf nehmen, um ihren Arbeitsplatz z. B. in Kassel zu erreichen - weil die ICE-Linie fehlt. Bis zu 60 Minuten Fahrzeitverlust je Richtung lassen hier aber keine Wahl.”

Die DB verweise lapidar auf Fahrten mit Nahverkehrszügen über Hannover. „Das ist aber der Standard der 80er Jahre. Durch die schnellen Verbindungen nach Süden ist seither die Attraktivität des Bahnverkehrs aber erheblich gestiegen. Wir befürchten durch das längerfristige Fehlen der ICEs erhebliche Fahrgastverluste, die die ICE-Linie Kassel - Braunschweig - Berlin langfristig sogar gefährden könnte”, sagt Gryschka.


28.06.2013

Schwarzfahrerfallen zwischen Hildesheim und Hannover beseitigt

[Pressemitteilung]

Die Niedersachsentarifgesellschaft hat auf die Kritik von Pro Bahn schnell reagiert (vgl. Pressemitteilung vom 10.06.13):
Bereits seit letzter Woche können Fahrgäste wieder alle Züge zwischen Hildesheim und Hannover ohne Schwarzfahrersorgen nutzen - die Einzelfahrkarten über Lehrte oder Sarstedt gelten jeweils auf beiden Strecken. „Wir sind über die schnelle Reaktion der Verantwortlichen sehr erfreut und begrüßen diese Übergangslösung. Damit wird die unnötige Kriminalisierung von Fahrgästen vermieden, bis eine endgültige Lösung für eine flexible Nutzung der Bahnlinien über Lehrte oder Sarstedt gefunden ist”, sagt Björn Gryschka vom Fahrgastverband Pro Bahn.

Der neue Niedersachsentarif hatte seit dem 09.06.13 die jahrzehntelange Flexibilität (die sogenannte Raumbegrenzung) aufgehoben, spontan bei Betreten des Bahnhofs den nächsten Zug mit einer einheitlichen Fahrkarte Hildesheim - Hannover nutzen zu können; zwar braucht die S 3 über Lehrte einige Minuten länger, bei Verspätungen, überfülltem Pendolino über Sarstedt oder am späten Abend ist das aber immer eine Alternative. Für Zeitkarteninhaber hat der Niedersachsentarif keine Auswirkungen, weil für sie die Regelungen des GVH-Regionaltarifs gelten.

Gryschka erwartet von einer endgültigen Lösung aber mehr: „Ziel muss unserer Meinung nach die systematische Einführung von Raumbegrenzungen sein, die sich an den geltenden Fahrplänen ausrichtet. Der Fahrplan legt durch sein Angebot die „verkehrsüblichen Wege„ fest. Damit sollte der Fahrgast die maximale Flexibilität zur Nutzung aller dieser Nahverkehrsverbindungen bekommen, wenn sie aus seiner Sicht einen Vorteil bieten.” Finanzielle Nachteile für das Bahnunternehmen, das den weiteren Weg zurücklegt, aber nur den einheitlichen Fahrpreis kassieren darf, sieht Gryschka nicht: „Das ist beherrschbar, indem sich die Eisenbahnunternehmen bzw. die NITAG intern verständigen. Bisher gab es schließlich auch eine Lösung.”

In der Relation Celle - Hannover hat die NITAG bereits Flexibilität zum einheitlichen niedrigen Preis auf den Strecken über Lehrte bzw. Langenhagen geschaffen. Für die Relation Braunschweig - Hildesheim zum Beispiel steht das aber noch aus. ”Da nur wenige direkte Nahverkehrszüge zwischen den beiden Städten verkehren, stellt die längere Verbindung über Salzgitter eine wichtige Ergänzung zu mancher Zeitlage dar. Wenn der Fahrgast eigentlich lieber direkt fahren würde, der Fahrplan das aber nicht zulässt, sollte er nicht auch noch zusätzlich für das schlechtere Angebot zur Kasse gebeten werden”, argumentiert Gryschka, „wir bleiben mit der NITAG jedenfalls im Gespräch.”


10.06.2013

Neuer Niedersachsentarif: PRO BAHN sieht 40-Euro-Fallen. Online-Portal für betroffene Fahrgäste

[Pressemitteilung]

„Sie haben keinen gültigen Fahrschein für diese Strecke und fahren damit schwarz. Das macht 40 Euro!” Dieses unangenehme Erlebnis fürchtet der Fahrgastverband PRO BAHN Niedersachsen für hunderte Fahrgäste aufgrund einer Regelungslücke des neuen Niedersachsentarifs und fordert Nachbesserungen. Der neue Tarif ist am 09.06.2013 in Kraft getreten und löst außerhalb von Tarifverbünden den bisherigen DB-Tarif ab.

„Das Problem tritt immer dort auf, wo zwischen Start- und Zielbahnhof zwei oder mehr Strecken zur Verfügung stehen, die trotz unterschiedlicher Entfernungen durch sog. „Raumbegrenzungen„ von den Fahrgästen frei genutzt werden konnten”, erklärt Björn Gryschka, Vorsitzender von PRO BAHN Niedersachsen. Die meisten Beispiele finden sich wegen des dichten Streckennetzes im Raum Hannover/Hildesheim. So beinhaltete eine Einzelfahrkarte Hannover - Hildesheim bisher die Wahl für die Fahrt über Lehrte oder Sarstedt. „Bei Betreten des Bahnhofs konnte der Fahrgast einfach den nächsten Zug nehmen, egal, ob S 3, S 4 oder Regionalexpress. Damit hatte er alle 20 Minuten eine Verbindung, ohne sich um Details der Fahrtroute kümmern zu müssen. Jetzt ist er entweder gezwungen, den Weg der Rückfahrt bereits festzulegen oder zweimal Fahrkarten zu kaufen”, kritisiert Gryschka. Zwar bestehe dank des Tarifverbundes GVH für Monatskarteninhaber dieses Problem nicht, dennoch seien hunderte Fahrgäste betroffen, für die sich Zeitkarten nicht lohnen oder die nur gelegentlich nach Hannover fahren.

„Wir fordern die NITAG (Niedersachsen Tarif GmbH) daher dringend auf, als Übergangslösung die Fahrkarten der jeweiligen Strecke verbindlich auch auf der parallelen Strecke anzuerkennen. Die Fahrgäste und auch die Zugbegleiter brauchen dringend Klarheit, bisher gibt es für sie von Seiten der NITAG keinerlei Hinweis auf die neue Situation. Bei wörtlicher Auslegung des Tarifs wird der Fahrgast schnell zum Schwarzfahrer gestempelt”, ärgert sich Gryschka.

PRO BAHN sieht auch die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in der Pflicht. „Die LNVG bestimmt mit dem, was sie an Zugleistungen bestellt, den Reiseweg. Das muss die NITAG berücksichtigen! Zu solchen Fällen gehört eine Gleichstellung aller reiseüblichen Wege, die der Fahrplan als Alternative zwischen Start- und Zielstation anbietet. Anderes ist keinem Fahrgast zu vermitteln. Nach sorgfältiger Prüfung aller bisherigen Raumbegrenzungen muss deshalb durch Abgleich mit den geltenden Fahrplänen eine tarifliche Lösung gefunden werden, die den Fahrgast nicht kriminalisiert oder das Zugangebot unattraktiv macht”, fordert Gryschka. Für alle betroffenen Fahrgäste hat PRO BAHN deshalb ein Online-Portal unter www.probahn.de/niedersachsen freigeschaltet, mit dem die Forderungen unterstützt werden können. PRO BAHN wird zudem die dort registrierten Fahrgäste über weitere Entwicklungen informieren.

PRO BAHN hatte bereits in der vergangenen Woche Klarheit für die Fahrgäste gefordert und den generell späten Start der Öffentlichkeitsarbeit kritisiert, siehe unter www.probahn.de/niedersachsen.


30.04.2013

Nordwestbahn plant Kundenzeitschrift zu Zugausfällen

Neben Erklärungen zu den betrieblichen Abläufen und Gründen für die derzeitigen Zugausfälle und Betriebsstörungen sollen darin auch Landesnahverkehrsgesellschaft, Deutsche Bahn sowie PRO BAHN zu Wort kommen. Der Beitrag von PRO BAHN beschäftigt sich mit der mangelnden Fahrgastinformation:

„Schnelle Information tut Not
Dass ein Zug verspätet oder nicht kommt, nehmen Fahrgäste gelegentlich hin - die mindestens gefühlte Häufung in den vergangen Monaten überfordert aber bereits die Geduld vieler. Was die gerade für unsere eher kleinen Bahnlinien wichtige emotionale Bindung der Fahrgäste an ”ihre” Bahnen erschwert, sind die immer wieder auftretenden Informationslücken. Doch erst im März 2013 hat das Verwaltungsgericht Köln das Recht der Fahrgäste auf unmittelbare, aktive Information durch die Eisenbahnunternehmen bei Zugverspätungen bekräftigt. Hier erwarten wir von Nordwestbahn und DB Station "rvice eine bessere Zusammenarbeit und werden bei diesem Thema am Ball bleiben.”


07.03.2013

Bodenburg und Bad Salzdetfurth von der Bahnwelt abgeschnitten?

Seit dem 05.03.13 gibt es laut der Internetauskunft der Deutschen Bahn unter www.bahn.de keine Möglichkeit mehr, mit dem Zug nach Bodenburg oder Bad Salzdetfurth zu fahren. Obwohl die Züge tatsächlich planmäßig fahren, verweist die Internetauskunft auf einen ”Bus Linie 106”, der angeblich zu den Fahrzeiten der NWB-Züge von Hildesheim ZOB, nach ”Bodenburg, Bahnhof” über ”Bad Salzdetfurth, Bahnhof” fährt. Das gilt für alle denkbaren Zeiten und Tage. Gleichzeitig wird auch keine Fahrkarte online verkauft: ”Preisauskunft nicht möglich”, bzw. bei einer Fahrt z. B. von Hannover nach Bodenburg erscheint ”Teilpreis, nur bis Hildesheim”.

„Offenbar liegt hier derzeit ein Programmierungsfehler vor; das ist uns in dieser Ausprägung mit Angabe einer imaginären Busliniennummer, die nichts mit der Strecke zu tun hat, aber noch nie begegnet”, sagt Björn Gryschka von Pro Bahn, der sich als Bodenburger derzeit auch persönlich betroffen fühlt. „Was tun denn Fahrgäste, die sich jetzt und bis zur Behebung des Fehlers auf die Auskunft verlassen, auf dem Hildesheimer ZOB nach dem Bus 106 suchen und dann natürlich die Nordwestbahn an Gleis 1 verpassen? Erhalten sie für die eintretende Verspätung bis zur nächsten Zugfahrt eine Entschädigung?” fragt Gryschka. „Noch wichtiger: Muss der Fahrgast, der eine Fahrkarte von Hannover nach Bodenburg online kaufen wollte und - nur im ”Kleingedruckten” ersichtlich - nur eine Fahrkarte bis Hildesheim erhalten hat, etwa bei der NWB 40 Euro bezahlen, weil er für die NWB keine Fahrkarte hat?”

Die Nordwestbahn hat leider trotz mehrfachem telefonischen Kontakt am 07.03.13 nicht reagiert. Es sollte wohl im Interesse der Nordwestbahn liegen, dass die Fahrgäste Verbindungen mit ihren Zügen, und, aufgrund einiger Vorfälle wegen unbeabsichtigtem Schwarzfahrens noch wichtiger, (durchgehende) Fahrkarten erhalten. „Auch wenn es sich um das Internetangebot der Deutschen Bahn handelt, so ist dies doch offizieller Vertriebsweg für die NWB, an dessen korrekter Funktion ein engagierteres Interesse vorhanden sein sollte”, zeigt sich Gryschka von den bisherigen Osnabrücker Aktivitäten enttäuscht. Auch die DB selbst als Betreiber der Seite hat noch nicht reagiert. Da Pro Bahn ganz aktuell zahlreiche Fahrgäste in der Region Hildesheim von dem Problem - mit ungewisser Dauer - betroffen sieht, ist es für Pro Bahn im Interesse der Fahrgäste geboten, die Öffentlichkeit hierüber zu informieren, da der Mangel auch nach drei Tagen noch nicht abgestellt wurde, wie die beigefügten Screenshots belegen.





27.02.2013

Harzrundfahrten 2013

Etwa 140 Fahrgäste konnten wir auf unseren Harzrundfahrten mit Dampf begrüßen. Anfang Februar ging es mit Aufenthalt in Quedlinburg anschließend mit Dampf durch das romantische Selketal. Besonders gut kam bei diesen beiden Fahrten der Service der Museumsbahner vom Selketalbahn e.V. an, die den bestellten Kaffee und Kuchen direkt in den Dampfzug lieferten. Ein toller Service, der heute fast nur von engagierten Eisenbahnfreunden geboten werden kann! Danke an die Kollegen der Museumsbahn!

Unsere traditionellen Harzrundfahrten über Niedersachswerfen und die Harzquerbahn waren ebenfalls gut nachgefragt.


© 21.04.2016 / PRO BAHN Braunschweig-Hildesheim rv-bs-hi@niedersachsen.pro-bahn.de